Das „Gruber Dörfchen" im
alten Bingen war Inspiration für einen kleinen Kreis Binger
Bürger, die sich am 7. Januar 1957 in der Gaststätte „Zur
Stadt Bingen" (Inhaber Käthe und Hermann Schäfer)
zu einer Besprechung und zum Gedankenaustausch zusammenfanden. Es
reifte der Entschluss, und wurde alsbald in die Tat umgesetzt: Gründung
eines Narren-Clubs im Gruber Dörfchen. Die Urväter dieser
närrischen Vereinigung waren Karl Götze, Hermann Schäfer
und Theo Rudolf. Letzterer war alsdann damit beauftragt, zugetane
Interessenten zu mobilisieren und zur Mitarbeit zu gewinnen.
Da die Gründung und das Schwergewicht der Ziele zur Pflege
vaterstädtischen Brauchtums und alter Überlieferung auch
unter dem Narrenbanner - im Gruber Dörfchen lagen, gab man
dem Verein den Namen „Gruber Narren-Club" und als Symbol
wählte man den markanten Bau der 1617 erbauten, alten „Patronetasch"',
die in dem Kriegsjahr 1944 einem Bombenangriff zum Opfer fiel. |